Mittwoch, Mai 9, 2007 at 06:10
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Schnutinger & Wirrkopf |
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Schnutinger
als Cartoonfigur, hält sich selbst für den Mittelpunkt des Universums. Ist altklug, ziemlich versaut und die Vorsitzende der Ortsgruppe der "Jungen Feministinnen". Hobbys: Depressiv auf ihrem Fatboy herumhängen, sich selber überschätzen, irgendetwas tun, das sie spätestens nach einem Tag wieder bereut, andere herumkommandieren.


Wirrkopf
Schnutinger hat ihn irgendwann sehr verwirrt im Netz aufgegabelt, da war er nackt. Sie zog ihm ein rosa Jäckchen an, mehr trägt er selten. Sie versuchte ihn mehrfach loszuwerden, scheiterte jedoch.


Helga und Dörte
Frau Schnutingers fleischfressende Pflanzen (Venusfliegenfallen)

Medienmieze
unsere cyanfarbige Kommunikations- und Medienexpertin. Immer auf Draht, die Welt ist ihr zuhause, kennt sich aus mit i-Phones, Mini-Hubschraubern und elektrischen Zahnbürsten, nur echt mit den fünf Zähnen.

Hagen
Schnutingers bester Freund und gleichzeitig ihr Korrektiv, außer ihm traut sich keiner, sie zurechtzuweisen. Intellektueller Schöngeist, Bonsaifreund und Besitzer einer üppigen Orangenpapiersammlung.

Dr. Teddy
Schnutingers Psychologe, sie ist seit ihrer Geburt bei ihm in Gesprächstherapie, gebracht hat es bilang nichts. Dr. Teddy fragt sich mittlerweile, ob er nicht möglicherweise Teil des Problems ist.

Walter
der Blogdog, verdammt intelligenter Hund, der die Blogosphäre vor allem mit seinen "Most famous quotes" bereichert. Besondere Eigenschaften: Kläfft nicht, bellt nicht, beisst nicht.
Mittwoch, Mai 9, 2007 at 06:10
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Schnutinger & Wirrkopf |
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Ah - "Irrungen, Wirrungen", ein Hauptwerk meines literarischen Lieblings-Wirrkopfs Theodor Fontane, mehrfacher Träger des Mopsos-Preises für besondere Verdienste um vorbildlich verquastes, schlampiges Deutsch und Themen, die keine Sau interessieren. Anscheinend behandelt das Romänchen "das Motiv der unstandesgemäßen Liebe bzw. Mesalliance zwischen dem Baron und Offizier Botho von Rienäcker und der kleinbürgerlichen Plätterin Lene Nimptsch" - nun ja, meine Stieftante Gertrud hat zwar sowas immer (als Bastei-Roman) mit Begeisterung gelesen, aber müssen sich deshalb erwachsene Menschen, Akademiker, Germanisten gar, heute noch mit derartigem Quark befassen? Aber was will man machen, wenn schon für unsere geliebte Pleiße- ich berichtige: Pleiten-Metropole ein herrlich sinnfrei-protziges architektonisches Preußen-Revival vorgesehen ist, warum dann nicht auch - sozusagen im Beiprogramm - ein literarisches (obwohl es mit einem Land, in dem einer wie Th. Fontane als großer Autor durchgehen konnte, wirklich nicht weit hergewesen sein kann).
So weit, so uninteressant. Bei seinen historischen Wirrkopfforschungen im Auftrage der Karl-May-Universität Radebeul ist Mopsos allerdings auf eine Frage gestoßen, die vielleicht auch schon den einen oder anderen Leser dieses Blogs beschäftigt hat, nämlich: Wie heißt Herr Wirrkopf eigentlich mit Vornamen? Eine eingehende, minutenlange Suche führte Mopsos schließlich auf eine vielversprechende Spur: Ein gewisser Samuel Langhorne Clemens (besser bekannt unter seinem Pseudonym "Mark Twain") veröffentlichte 1894 einen biografischen Roman namens "Puddn'head Wilson", der auf Deutsch unter dem durchaus zutreffenden Titel "Wilson - der Wirrkopf" erschien (ein "pudding-head" oder "pudden-head" ist so in etwa das englische Äquivalent zu "Wirrkopf"). Nachdem also mit Hilfe des Romans Herrn Wirrkopfs wirklicher Familienname "Wilson" als gesichert gelten darf (der im Laufe der Zeit wohl durch den vormaligen Spitznamen "Wirrkopf" ersetzt wurde), fehlt noch sein Vorname. Alle diesbezüglichen Recherchen führten jedoch ins Leere - verbirgt sich dahinter etwa ein dunkles Geheimnis, z.B. die unstandesgemäße Benamsung durch eine kleinbürgerliche Plätterin? Oder hat Herr Wirrkopf etwa gar keinen Vornamen? Ein nach deutschem Namensrecht natürlich völlig unhaltbarer Zustand! Sollte dem aber wirklich so sein, schlage ich vor, Herrn Wirrkopf möglichst rasch einen (oder am besten mehrere) Vornamen zu verleihen und plädiere - nach eingehendem Studium dieser schönen Liste erst mal für "Jockel Frohwalt". "Jockel Frohwalt Wirrkopf" - klingt doch nicht übel, oder? Irgendwie sogar barock- und preußentauglich.
Ach Mopsos, tust gut - immer wieder :-)
Abb: Herr Jockel Frohwalt Wirrkopf im Duell mit Herrn Gotthilf Wieghard von Draufgänger - Herr W. bevorzugt statt Schwarzpulverrevolver allerdings die klassische Erbsenpistole. (Gibt es die eigentlich noch?)
Aber hallo - die Waffenbranche für die lieben Kleinen hält auf Tradition: Zwar stehn die Kids heute, wenns um die persönliche Aufrüstung geht, wohl eher auf Teile aus dem Softair-Arsenal, nichtsdestoweniger gibt es sie immer noch, die gute alte Erbsenpistole, wahlweise in der klassischen 007-Ausführung (silbern/schwarz) oder aber für den Auslandseinsatz außerhalb des Kinderzimmers auch als Modell AK47. - Die Existenz eines Generationengrabens aber beweist wieder einmal auf gar anrührende Weise der Umstand, dass Mopsos sich beim Thema "Kinderpistolen" zuerst an die Knallblättchenrevolver einer doch schon recht fernen Zeit erinnert. Jedoch - kaum zu glauben - selbst die Knallblättchen (die nicht nur als Ringe, sondern sogar einzeln erhältlich waren) gibt es offenbar heute noch, und zwar - was wären wir ohne unsere Fachtermini! - unter dem Namen "Amorces" - klingt doch gleich ganz anders (ob der Anklang an "Abmurksen" wohl beabsichtigt ist?) als das alberne "Knallblättchen". - Ganz was anderes sind dann wieder die Wasserpistolen, aber das ist nun wirklich ein zu ernstes Thema für ein Blog, dass sich doch eigentlich dem Weltfrieden und der Verständigung zwischen Toon und Mensch verschrieben hat - will ich jedenfalls hoffen!