Der Tag, an dem ich neben Woody Allen stand

Okay, ganz so wie in dem Cartoon dargestellt war es nicht, aber fast! Wir waren heute morgen in Barcelona auf dem Weg zum Frühstück in unsere Stamm-Milchbar Granya M. Viader und kamen auf der Rambla de Sant Josep zufällig in die Dreharbeiten zu Woody Allens neuem Film, der mit Scarlett Johansson in Barcelona spielt. Nachdem wir uns das ganze Theater dort angeschaut hatten, wollten wir noch ein wenig über den Markt La Boqueria schlendern und uns dort einen Kaffee genehmigen. Irgendwie muss Woody Allen nach dem Dreh auf die gleiche Idee gekommen sein, denn plötzlich stand ich in dem Gewimmel zwischen den Marktbuden direkt neben Woody Allen, der allerdings (umlagert von fünf Bodyguards und mehreren Dutzend aufgeregt knipsender Katalanen) etwas hektisch wirkte, einen leichten Anfall bekam und sofort panisch die Markthalle wieder verließ. Die Szenen, die sich derweil abspielten, waren wirklich herrlichste Komik!!!
Dienstag, Juli 10, 2007 at 20:58
Schnutinger |
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Reader Comments (9)
woody-allen-filme mag ich leider keinen einzigen...
ich schon :) und mein neid ist dir gewiss...
Uwe: Raus aus diesem Blog, aber sofort! ;-)
Annie Hall, bzw. der Stadtneurotiker ist und bleibt mein Lieblingsfilm (mit der wunderbaren Diane Keaton), der ist einfach perfekt. Aber auch "Hannah und ihre Schwestern" und "Harry außer sich", sind unglaublich famos. Und wem läuft in der Anfangssequenz von "Manhatten" nicht ein Schauer über den Rücken??? Für mich der beste Filmanfang überhaupt (leider auf YouTube nur in Italienisch) - okay, neben "Sunset Boulevard" von Billy Wilder. Ach herrje ... es gibt soooo viele schöne Filme. Letztens habe ich noch "Mr.Deeds goes to town" von Frank Capra mit Gary Cooper gesehen - herrlich.
@ Uwe: Man muss Allen als Gesamtkunstwerk sehen. Seine ersten Filme waren ja noch sehr slapstickartig wie "Bananas" und "Take the money and run" oder auch "Was sie schon immer über Sex wissen wollten", dann hat er auch ernste Filme gemacht wie "Innenleben", "Eine andere Frau" oder "Schatten und Nebel" (der fast schon expressionistisch ist wie Filme von Fritz Lang). Ich mag auch seine Gaunerkomödien gerne wie "Im Bann des Jadeskorpions" und "Scoop", weil die sehr rasant sind und er sich selber darin so herrlich parodiert.
Es empfiehlt sich auch, sich eine gute Biografie zuzulegen. Und man sollte im Bereich Filmgeschichte etwas bewandert sein, da Woody Allen extrem viele Parallelen zieht.
Achso und es schadet nicht, sich für Psychologie, Neurosen, Religion, Zauberei und Übersinnliches zu interessieren :-)
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Well, it takes all sorts
wie der Engländer so schön sagt, obwohl von Woody Allen gar nicht zu mögen schon eine Leistung ist - vorausgesetzt man hat seine inzwischen mehr als 40 Filme auch alle gesehen, was nicht mal Mopsos von sich behaupten kann; aber die meisten kennt er, und viele liebt
auch er heiß und innig. Das Irritierende an Allens Werk ist natürlich, dass es so viele Facetten hat: Billiger Klamauk, aber auch grundsolide Komik neben nervigem, aber andererseits auch wieder rührendem Bergman- und Fellini-Epigonentum, zu Herzen gehende, nostalgische Liebes- und Familiengeschichten neben fast schon avantgardistischen Stilexperimenten ("Deconstructing Harry"), Drehbucheinfälle der Spitzenklasse ("Zelig" und "Purple Rose of Cairo"), zwischendurch auch mal ein Musical und dann wieder eine psychologische Krimimalgeschichte - und das alles seit mehr als dreißig Jahren in schöner Regelmäßigkeit, wenn auch völlig unvorhersehbarer Reihenfolge! Da sieht man dann auch mal über das anscheinend recht verzwickte Privatleben
des Meisters hinweg; als Genie, für das Mopsos ihn durchaus hält, darf so einer das.
Nicht unerwähnt bleiben soll bei dieser Gelegenheit aber, dass die Qualität von Allens Filmen sich zu einem großen Teil auch seiner tollen Nase verdankt, die er bei der Besetzung seiner Filme hat. Und das betrifft nicht nur die Schauspieler (einer seiner größten Coups in
dieser Beziehung war, ausgerechnet Kenneth Branagh in "Celebrity" quasi als Double seiner selbst einzusetzen, das sämtliche Allenschen Macken aufs getreulichste kopierte), sondern auch die technische Seite: Vielleicht ist es ja mal an der Zeit, im Zusammenhang mit
Woody-Allen-Filmen das Loblied einer Frau wie Susan E. Morse zu singen. Susan E. Morse? Natürlich kennt die kein Mensch, aber sie war die Cutterin der meisten von Allens Meisterwerken - und dass Frau Schnutinger so von der Eingangssequenz von "Manhattan", dass Mopsos von den Jump-Cuts in "Deconstructing Harry" schwärmen darf und dass wir einen im Grunde doch ziemlich gruseligen Steinhaufenauf einmal beinahe schön fanden, ist nicht zuletzt ihrVerdienst.
Der Dreh in Barcelona scheint ja vor Ort wirklich eine Menge Staub aufgewirbelt zu haben; es gibt mehrere Blogs darüber, und so können dank Web alle, die nicht so glücklich wie unsere Barcelona-Reisende sind, dem sympathischen alten Zausel sowohl bei der Arbeit als auch beim Kaffeetrinken zugucken.
?
Kenneth Branagh - uh, Mopsos, da muss ich Dir nun leider einmal widersprechen, gerade den fand ich in der Besetzung wirklich deplaziert. Er wollte witzig wie Allen sein, schaffte es aber nicht in Ansätzen, weil er nicht der komisch-kauzige Typ ist, der Film wäre sonst klasse, aber so ... na ja, grummel. Schade, dass es Allen nicht schafft, für seine Filme einen jüngeren statt seiner "heranzuziehen". Zelig finde ich auch sehr gelungen und extrem witzig.
bin absolut neu hier und brauch auch gleich mal eure hilfe!
das maedchen auf der nachfolgenden webseite sieht einer alten schulfreundin von mir unheimlich aehnlich und deswegen moechte ich sie aufmerksam machen ob sie weiss dass es diese seite gibt.
http://www.exschlampe-nackt.com
weiss zufaellig noch jemand ob das wirklich unsere Patri ist? War damals in der 3B.
Liebe Gruesse
Maja